B E W O K
Beratung gegen Wohnungsverlust

Unsere Geschichte

Die Projektidee entwickelte sich aus der Erfahrung, dass sozialarbeiterisch betreutes Klientel in der (mühsam errungenen) Finalwohnung meist keine Unterstützung mehr hat und durch „unangepasstes“ Verhalten die Wohnung oft rasch wieder verliert („Verstöße“ gegen die Hausordnung, unregelmäßige Mietzahlungen,...). Eine vorübergehende Weiterbetreuung schien angezeigt. Dies überstieg jedoch die Möglichkeiten der bereits vorhandenen Sozialhilfeeinrichtungen.

Grundlage war folgender Dreistufenplan:


  • stationäres Wohnen (z.B. im Übergangswohnheim Krems)
  • ambulant betreutes Wohnen
  • selbstständiges, unbetreutes Wohnen

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Zum ehrenamtlichen Gründungsteam gehörten:

DSA Ulrike Leidenfrost, Projektleitung
Mag. Hans Ströbitzer, Übergangswohnheim Krems
DSP Ute Hohlfeld, Wohnhaus Langenlois
Mag. Doris Beneder, Bewährungshilfe Krems

1999 wurde das Projekt „Betreute Wohnungen Krems“ (BEWOK) als Bereich des „Vereins Zentrum für Beratung und Kommunikation Krems“ in der Region Bezirk und Stadt Krems gestartet.

2000 wurde das Mietrechtsgesetz novelliert und der § 33a eingefügt:

"Sobald gegen einen Mieter ein ... Verfahren eingeleitet oder ... ein Räumungsvergleich abgeschlossen wird, hat das Gericht davon die Gemeinde zu benachrichtigen, ... Die Gemeinde kann soziale Institutionen, die Hilfeleistungen bei drohendem Wohnungsverlust ... erbringen, ... informieren"

Seit 2001 wird BEWOK über die Gemeinden vom Bezirksgericht Krems verständigt.

Auf Anraten von Frau Landesrat Kranzl und Frau Hofrat Dr. Größ wurde von BEWOK ein Konzept samt Kostenberechnung für flächendeckende Delogierungsprävention in NÖ erarbeitet.

BEWOK wurde für den "International Human Rights Award 2002" vom europäischen Verband für Wohnungslosenhilfe (FEANTSA) vorgeschlagen und wir präsentierten auf Einladung des Oberbürgermeisters von London unser Konzept als „Best Practice“ Modell für sein Wohnungsamt.

2003 wurde BEWOK gemeinsam mit dem Übergangswohnheim Krems (ÜWH) aus dem Verein Zentrum ausgegliedert

2003 - 2005 haben unsere Vorarbeiten und Konzeptentwürfe - dem Wunsch von Frau LandeshauptmannStellvertreter Prokopp entsprechend - zu einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Wohnungssicherung geführt, die in einzelnen Bezirken Mitte 2005 die Arbeit aufgenommen hat und seit 2006 in ganz NÖ zur Verfügung steht.

Entsprechend dieses Konzeptes wurde BEWOK für das ganze Waldviertel (Gmünd, Horn, Krems, Waidhofen/Thaya und Zwettl) und die Bezirke Melk und Tulln nördlich der Donau verantwortlich.

Da diese umfangreiche Zuständigkeit nicht mehr als "Anhängsel" des Übergangswohnheimes Krems administriert werden konnte, wurde 2005 ein eigener Verein gegründet: "BEWOK – Beratung gegen Wohnungsverlust Krems", der gemeinsam mit Caritas Wien, Caritas St. Pölten, Verein Wohnen und VBO Wr. Neustadt die "ARGE NÖ Delogierungsprävention" bildet.

In den Jahren von 2000 bis Sept. 2005 wurden 435 Fälle mit 653 Erwachsenen und 225 Kindern beraten oder informiert und vielen dabei geholfen, die Delogierung zu verhindern. Wir haben dafür € 91.434,- vom Land NÖ an Fördermitteln und ca. € 75.000,- aus privaten Spenden und anderen Zuwendungen erhalten.

Die ARGE Wohnungssicherung wird heute zu 100% vom Land NÖ gefördert.

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